Über uns

„Wir kommen“ - doch es dauert und dauert. Die Anfahrtswege sind lang, die Zeit dehnt sich für den Verletzten, der auf Hilfe wartet, ins endlose. So war es, als sich schließlich 1984 beherzte Frauen und Männer zusammenschlossen und eine eigene Rettungsstelle im Ort gründeten. Federführend und treibende Kraft war der damalige Landtagsabgeordnete und Bürgermeister der Stadt Traiskirchen und spätere Landesrat Fritz Knotzer, der auch seit vielen Jahren die Obmannstelle einnimmt.
Erst wurde ein Rettungswagen angeschafft, in Kursen die Mannschaft geschult, und schließlich konnte ein regelmäßiger Rettungs- und Krankentransportdienst installiert werden. Nicht warten darauf, dass irgendwer von irgendwo hilft, sondern selbst die Dinge in die Hand nehmen und Probleme lösen, das war die Devise der ersten Samariter in Traiskirchen.
Viel hat sich seit damals geändert, das meiste wohl zum Besseren. Die Erste Hilfe hat sich vom Anlegen von Verbänden, der Stillung von Blutungen und der Schienung gebrochener Glieder hin zur Mund zu Mundbeatmung entwickelt, zur Schockbekämpfung und zur Reanimation mit dem Defibrillator. Die Ausbildung dauert heute auch nicht mehr 32 Stunden, sondern 260 Stunden, mit 100 Stunden Theorie, 160 Stunden Praktikum unter der Ausficht speziell geschulter Praxisanleiter und endet schließlich mit einer kommissionellen Prüfung. Dafür ist aus dem Sanitäter ein „Rettungssanitäter“ geworden, und wenn er noch eine weitere 40 stündige Ausbildung absolviert, kann er als hauptamtlicher Rettungssanitäter tätig werden.
Trotz steigender Anforderungen sind die Samariter von Traiskirchen-Trumau ihrer selbstgewählten Aufgabe treu geblieben. 2001 wurde die Gemeinde Trumau zur Gänze in die Betreuung einbezogen. Ein Zubau brachte einen neuen Journalraum, die Funkeinrichtung, die EDV- und auch die Telefonanlage wurden erneuert. Als einzige Dienststelle in Niederösterreich verfügt die Gruppe auch seit 1996 über einen voll ausgestatteten Zivilschutzraum für 60 Mitarbeiter.
All das wurde nur möglich, weil einerseits die Samariter in allen Situationen voll für die Mitbürger einstanden, andrerseits aber auch die Gemeinden unter Bgm. Knotzer und NR Bgm. Pendl immer ein offenes Ohr wie auch eine offene Hand für die Samariter haben, und die Bevölkerung genau weiß, was sie an dieser Rettungsstelle haben.